Japanische Taschenmesser

Erstellt am 11. Dezember 2014

Kategorie: Messer

Zuletzt bearbeitet 17. September 2015

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Japanische Taschenmesser

Das in der Landessprache als Higonokami bezeichnete Japanische Taschenmesser ist ein einfach gearbeitetes Schneidwerkzeug aus dem Land der aufgehenden Sonne. Es verzichtet auf eine Arretierung der Klinge und wird durch einen Hebel geöffnet. Die Gestaltung ist ähnlich der eines Rasiermessers und die Klingenlänge reicht bis maximal 12 Zentimeter. Eine Besonderheit ist die Hochwertigkeit des Stahls, denn ansonsten ist das Messer sehr simpel konstruiert und lässt sich auch leicht ersetzen.

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Geschichte & Herkunft

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden, verbreitete sich das Japanische Taschenmesser sehr schnell und die meisten Kinder und Männer trugen und tragen ein solches Higonokami. Die dreilagige Klinge aus Kohlenstoffstahl erinnert an ein Schwert, während der Griff aus einfachem Messing gearbeitet und kaum verziert ist. Es wurde bis vor wenigen Jahrzehnten auch als Anspitzer für Bleistifte oder für den Zuschnitt beziehungsweise das Schnitzen von Bambus verwendet und das gerade auch von Schulkindern.

Aussehen & Haptik

Japanische TaschenmesserDer aus Messing oder gefaltetem Blech gearbeitete Griff fasst die Klinge mit Hilfe einer Achsniete. Reibung und der Druck auf den Hebel selbst halten die Klinge offen, weshalb das Japanische Taschenmesser dem Rasiermesser (siehe auch: Rasiermesser schärfen) sehr ähnelt. Eine in vorzüglicher Qualität gehaltene Klinge differiert dabei mit der eher billigen Gesamtgestaltung, denn selbst bei sehr preiswerten Japanischen Taschenmessern wird auf hohe Härte und ein sehr feines Gefüge gesetzt.

Einsatzgebiete & Verwendung

Als Taschenmesser ist das Higonokami ein praktischer Alleskönner beim Schneiden, Putzen oder Schnitzen. Es wird in Haus und Hof und sogar in der Schule für das Anspitzen von Stiften und Federn verwendet und Basteln ohne dieses Messer ist in Japan fast undenkbar.

Besonderheiten

Die von Hand geschmiedete Klinge ist beim Japanischen Taschenmesser ist sehr hart, freilich aber auch ein wenig spröde und nicht rostfrei. Der unlegierte Stahl mit Kohlenstoffanteil ermöglicht den Anschliff einer sehr ausgeprägten Schärfe.

Japanische Taschenmesser Schleifen

Der Schliff ist bei diesem Messer nicht sonderlich kompliziert. Man sollte bei dem V-Schliff den richtigen Winkel einhalten und eine ruhige Hand bewahren, zudem empfiehlt sich beim ersten Schleifen eine Schleifhilfe. Da der Stahl nicht rostfrei ist, sollte das Japanische Taschenmesser stets trocken und sauber gehalten werden.

Detailtabelle

Name: Japanisches Taschenmesser
Auch bekannt als: Higonokami, Mcusta Messer
Kategorie: Taschenmesser, Einhandmesser
Material: nicht rostfreier Stahl mit Kohlenstoffanteil, seltener rostfreier Stahl
Klingenlänge ca.: 4 bis 12 Zentimeter
Gewicht ca.: 20 bis 150 Gramm
Einsatzgebiet: Allzweckmesser für Haus und Hof
Besonderheiten / Tipps: nicht rostfrei, Verzicht auf Klingenarretierung
Preiskategorie: €€€€ – €€€€€
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