Keramikmesser schleifen

Erstellt am 5. Januar 2015

Kategorie: Pflegen & Schärfen

Zuletzt bearbeitet 15. Juli 2015

Ausdrucken

rate 1 star rate 2 star rate 3 star rate 4 star rate 5 star
Bewertung: none, Average: 2.3 (3 votes)

Dieser Artikel wurde bereits 1977 Mal gelesen.

Keramikmesser schleifen

Keramikmesser sind heute in vielen Profi- und Hobbyküchen vorhanden und ihre immense Schärfe macht sie zu unverzichtbaren Helfern bei der Zubereitung von Lebensmitteln. Natürlich erfordern auch diese hochwertigen Klingen den gelegentlichen Schliff und mit ein wenig Übung ist das Schärfen dann auch in der Praxis kein großes Problem.

Keramikmesser schleifen

Das Keramikmesser im Überblick

Ursprünglich aus Japan stammend, ist das Keramikmesser mit einer dünnen, flexiblen Klinge gefertigt, es ist scharf und bruchsicher. Die Härte des Materials und seine Zähigkeit haben positiven Einfluss auf die eigentliche Schärfe und die reine Oberfläche hat ihre Vorteile gerade beim Zuschnitt von Obst und Gemüse. Auch sind Messer aus Keramik sehr leicht, was ihre Handhabung begünstigt.

Vorbereitungen und Hinweise

Beim Keramikmesser schleifen, benötigt man einen Diamantschleifer. Für Stahl reicht bekanntlich Keramik – Schleifer ausreichen, muss es hier nun die Diamantscheibe sein, die allerdings auch nicht sonderlich teuer ist. Es gibt im Handel eine ganze Reihe spezieller Schleifer mit entsprechenden Diamant – Schleifscheiben und diese eignen sich für sehr dünne und auf beiden Seiten geschliffene Messer.
Das größte Problem beim Schliff liegt in der Gefahr, dass feine Teile der Schneide unter Umständen herausbrechen können. Wer hier also handwerklich zwei linke Hände vorzuweisen hat, sollte lieber zum Fachmann gehen und das Keramikmesser dort schärfen lassen. Manchmal bieten einige Klingen sogar die Garantie gegen solche Abnutzung und man kann das Messer dann ohne Kosten einschicken und auf Vordermann bringen lassen.

Anleitung zum Schärfen

Keramikmesser schleifen AnleitungDie allermeisten Messer erfordern lediglich den Schliff mit einer 1000er Körnung. Nur im Falle eines notwenigen Grundschliff ist eine niedrigere Körnung zu wählen, zum Beispiel mit einem 400er Wert.
Wenn man nun das Keramikmesser schleifen will, muss es stets sicher in der führenden Hand liegen. Man sollte zu diesem Zweck die Klinge mit dem Daumen fixieren und immer den konstanten Winkel einhalten. Der Winkel beträgt 10 bis 15 Grad für die Spitze der Klinge. Man legt nun die zweite Hand an die Schneidkante und richtet so die Klinge zusätzlich aus, wobei der anschließende Schliff in beiden Richtungen über dem Stein durchzuführen ist.

Wenn sich ein kleiner Grat an der Spitze der schneidenden Kante gebildet hat, fährt man mit dem Wetzen der Klingenmitte fort. Hierzu ist das Einhalten eines 60 ° Grad – Winkels erforderlich und das macht man solange, bis sich auch in der Mitte ein kleiner Grat bildet.

Weitere Tipps zum Schleifen eines Keramikmessers

Abhängig von der Größe des Schleifsteins und auch des Keramikmessers selbst ist das Ganze ein paarmal zu wiederholen. Staub und Abrieb auf dem Schleifer sind stets zu entfernen. Einfach wegpusten oder mit Wasser abwischen, das ist völlig ausreichend! Kommt freilich Wasser zum Einsatz, so muss der Schleifer natürlich erst einmal trocknen, sonst kann es zu Rostentwicklung kommen.
Der gesamte Vorgang ist selbstverständlich auch für den Rücken der Klingen durchzuführen. Man sollte auf eine ausreichende Kühlung des Schleifgerätes achten, was allerdings bei einem entsprechenden Gerät mit Öl nicht erforderlich ist. Gerade für das erste Mal ist es deshalb sinnvoll, sich an einen Fachmann zu wenden und diesem beim Schärfen des Keramikmessers einmal über die Schulter zu schauen – dann funktioniert es in der heimischen Werkstatt im Anschluss garantiert besser.