Klappmesser

Erstellt am 4. Oktober 2014

Kategorie: Messer

Zuletzt bearbeitet 17. September 2015

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Klappmesser – Praktisch und universell einsetzbar

Zweifellos gehört das Klappmesser mit seiner beweglichen Klinge zu den praktischen Alleskönnern unter den Schneidewerkzeugen. Es ist meist mittelgroß gearbeitet, lässt sich schnell aus- und wieder einklappen und taugt zu allerlei nützlichen Verrichtungen im Haus oder in der Natur. Aufgrund seiner universellen und simplen Verwendbarkeit sowie der beispiellosen Mobilität ist seit Jahrtausenden im Gebrauch und leistet seinem Träger wertvolle Dienste. Zahlreiche Namen sind für dieses Messer bekannt und heute findet es sich in unzähligen Varianten in jedem gut sortierten Spezialhandel, aber auch im einfachen Haushaltsgeschäft und ist dabei oft das meistverkaufte Stück im Sortiment.

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Geschichte und Herkunft

Schon weit vor der Zeitenwende waren Klappmesser weit verbreitet. Spätestens mit der Entdeckung des Scharniers, dieses gemeinhin unterschätzten Hilfswerkzeugs, finden sich klappbare Messer im Gebrauch und so stoßen Archäologen regelmäßig auf Überreste dieser Werkzeuge. Immer kam es bei der Herstellung auf ein gelungenes Zusammenspiel von Klinge und Griff an, denn wie kaum bei einem anderen Messer muss letzterer sehr stabil sein und zugleich eine gewisse Beweglichkeit bieten. Zunächst aus Bronze und später aus Eisen erreichte die Klinge niemals exorbitant große Längen, denn sie musste und muss auch heute noch stets schnell und unkompliziert in den Schlitz am Griff einklappbar sein.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Schweizer Messer, heute seines Zeichens das wahrscheinlich berühmteste Klappmesser überhaupt geboren. Die Schweizer Armee verfügte einen Erlass, nach dem die Soldaten eine brauchbare Klinge tragen sollten und die klappbaren Schneidewerkzeuge stellten sich als ideal für den Gebrauch im Feld heraus. Daraus erwuchsen dann besonders praktische Griffschalen und das Schweizer Messer ist zum Synonym für Vielseitigkeit und Qualität geworden.

Aussehen und Haptik

KlappmesserBeim Klappmesser, nomen est omen, lässt sich die Klinge im Nu aus – und wieder einklappen. Es lässt sich mit einer Hand oder auch mit beiden Händen klappen und verfügt zudem über eine feststellbare Klinge, um unbeabsichtigte Bewegungen der Klinge auszuschließen. Manchmal wird zu diesem Zweck auch eine spezielle Sperre eingearbeitet, zum Beispiel ein beweglicher Stift, der für die Ver- und Entriegelung gelöst werden muss. Das Problem liegt dabei ganz grundsätzlich bei der drehbaren Achse, was die Herstellung und Verwendung von großen Messern sehr schwierig ist. Die übliche Länge der Klinge überschreitet deshalb nur selten 10 Zentimeter.

Für den noch leichteren und vor allem schnelleren Gebrauch sind Springklappmesser erhältlich. Diese bieten eine vorgespannte Feder und werden seitlich ausgeklappt. Als Sonderfall kann das Butterfly – Messer gelten, das durch geschickte Bewegungen ebenfalls leicht aus- und wieder zusammengeklappt werden kann.
Eine Besonderheit des Klappmessers ist der Griff. Dieser bietet neben der eigentlichen Klinge nicht selten einer ganzen Reihe von Werkzeugen Platz. Diese lassen sich ebenfalls sehr simpel ausklappen und so finden sich beispielsweise kleine Sägen, Korkenzieher oder sogar Scheren im Angebot. Dabei kann der Griff beachtliche Ausmaße annehmen, denn ein reiches Sortiment erfordert selbstverständlich auch entsprechenden Platz. Den Vorstellungen und Wünschen für die Anwendung sind prinzipiell keine Grenzen gesetzt und manche Klappmesser mutieren zu regelrechten Allesschneidern, deren einzelne Funktionen manchmal fast schon übertrieben wirken und der eigentlichen nützlichen Praktikabilität entgegenstehen.

Einsatzgebiete und Verwendung

Natürlich ist das Klappmesser nicht für die Arbeit in der Küche gearbeitet. Zwar lässt es sich auch für das Schneiden, Sägen und zur Not auch zum Filetieren verwenden, doch in der Praxis gibt es dafür weit bessere Messervarianten. Vielmehr bewährt es sich in der Natur, bei der Gartenarbeit oder ganz allgemein im aktiven Alltag.

Je nach Ausstattung und damit Modell kann man es zum Schnitzen, Schneiden, Sägen, zum Öffnen von Wein- und Bierflaschen und noch vielem mehr verwenden. Da die Haupt – Klinge jedoch recht klein gearbeitet ist, lassen sich größere Sträucher oder gar robustes Gehölz nur schwer bearbeiten. Die Stärken des Klappmessers liegen deshalb ganz eindeutig in den simplen Verrichtungen, etwa im schnellen Schnitt und in seiner unvergleichlichen Mobilität. Man kann es einfach in der Tasche mit sich führen und praktisch überall einsetzen, vorausgesetzt, die Aufgabe erfordert weder ein besonders feines, noch ein besonders grobes Schneiden.
Obst beispielsweise lässt sich sehr gut schälen und auch der Kanten Brot, zerteilt etwa auf einer Wanderung, ist einfach zerteilt. Wo auch immer man eine scharfe Klinge braucht und sich dabei nicht mit sonderlich viel Gewicht belasten will, ist dieses Messer eine wertvolle Hilfe. Zur Not lässt sich damit auch ein (kleinerer) Fisch ausnehmen und natürlich teilt es die Angelsehne ohne Probleme, so dass es gerade auch von Anglern geschätzt wird.
Zudem ist das Eindrehen und Lösen von Schrauben kein Problem. Die eher kleine Klinge und die vielfach vorhandenen Schraubendreher, im Griff und schnell auszuklappen, machen´s möglich.

Besonderheiten


Es wäre müßig, hier noch einmal alle denkbaren Sonderausstattungen des Klappmessers aufzuzählen. Der Handel bietet ein immens breites Sortiment und jeder findet garantiert das passende Messer mit den dazugehörigen Funktionen. Immer wird jedoch beim Transport die Klinge eingeklappt, was das Messer vom gleichfalls sehr mobilen, aber feststehenden Gürtelmesser unterscheidet. Deshalb ist das Klappmesser trotz seiner geringen Größe vielseitiger als alle anderen Schneidewerkzeug, auch wenn diese Variabilität im Einzelfall zu Lasten der Leistung selbst gehen mag.

Klappmesser schleifen, Pflege und schärfen

Das Klappmesser erreicht natürlich nicht die Schärfe eines speziell gearbeiteten Küchenmessers. Trotzdem sollte es regelmäßig geschliffen und gewartet werden, denn eine stumpfe Klinge ist in der Natur nicht viel wert und auch die anderen Werkzeuge, welche in den Griff unter Umständen eingearbeitet sind, bedürfen einer ständigen Überprüfung. Trotzdem ist diese Art Messer sehr robust und gerade bei den neueren Modellen auch in rostfreiem Stahl erhältlich.
Da es jedoch über eine Drehachse verfügt, ist die Gefahr von Rost und vor allem von nervigem Quietschen und einer späteren Unbeweglichkeit immer vorhanden. Deshalb sollte man das Messer regelmäßig an der Achse ölen und beim Springklappmesser auch der Springfeder die nötige Aufmerksamkeit widmen.

Detailtabelle

Name: Klappmesser
Auch bekannt als: Springmesser, Faltmesser, Einhand – Klappmesser, Schweizer Messer, Taschenmesser, Schließmesser, Seitenspringmesser, Butterfly – Messer
Kategorie: Outdoormesser
Material: Stahl, Edelstahl, Damaszenerstahl, viele Ausführungen.
Klingenlänge ca.: In der Regel maximal 10 Zentimeter, es gibt aber manchmal auch längere Varianten
Gewicht ca.: Variiert je nach Ausstattung
Einsatzgebiet: Je nach Ausstattung beinahe unbegrenzt, allerdings weniger für Arbeiten in der Küche geeignet
Besonderheiten / Tipps: Unvergleichlich mobil und praktisch im Gebrauch
Preiskategorie: €€€€€
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