Spickmesser

Erstellt am 2. Oktober 2014

Kategorie: Messer

Zuletzt bearbeitet 17. September 2015

Ausdrucken

rate 1 star rate 2 star rate 3 star rate 4 star rate 5 star
Bewertung: none, Average: 2 (4 votes)

Dieser Artikel wurde bereits 6879 Mal gelesen.

Spickmesser – kleiner Helfer im Großeinsatz

Bei einem handelsüblichen Spickmesser handelt es sich um ein mittelscharfes Küchenmesser, das Ihnen in jeder Hinsicht eine großartige Hilfe in der Küche sein wird. Zum Einsatz kommt es überwiegend, wenn es gilt, Fleisch zu spicken oder aber auch bei allgemeinen Schäl- und Schneidearbeiten von Obst oder Gemüse und bei der Herrichtung von kalten Platten. Viele Hobbyköche bezeichnen das Spickmesser fälschlicherweise oft auch als Schälmesser, das es nicht zu groß ist, sehr leicht zu handhaben ist und sich auch hervorragend eignet, um Obst zu schälen.

Kaufempfehlungen für Spickmesser von MesserWiki.de

Geschichte & Herkunft

Wann das Spickmesser seinen Namen erhielt, ist unbekannt. Allerdings rührt sein eigentlicher Name daher, dass es ursprünglich dazu genutzt wurde, Fleisch zu „spicken“. Mit der langen und spitzen Klinge stach man in das meist fettarme Fleisch, wie zum Beispiel einen Rehrücken oder in eine Lammkeule ein, um dann in die somit entstandene Öffnung mit Speck oder auch Knoblauch zu füllen.

Aussehen und Haptik

SpickmesserDas Spickmesser befindet sich zumeist nicht im Küchenblock, in dem größere Messer aufbewahrt werden, sondern ehr in der Messerschublade, das es relativ klein und handlich ist. Es ist an seiner Klingenlänge von ca. 8 cm bis 13 cm zu erkennen und meistens mit einem Holzgriff ausgestattet. Spickmesser werden im Allgemeinen in zwei Ausführungen hergestellt, nämlich „mit“ und „ohne“ Welle. Ein Spickmesser ohne Welle eignet sich gut zum Schneiden von weicher Wurst und ein Spickmesser mit Welle, eignet sich gut zum Schneiden von harter Wurst, wie zum Beispiel von Salami.

Einsatzgebiet und Verwendung

Nachfolgend eine Auflistung zum Einsatzgebiet des Spickmessers.

  • Obst (eigentlich mit einem Obstmesser zu schneiden):
    Schälen und schneiden von Äpfeln, Birnen, Pflaumen. Entkernen von Weintrauben und Kirschen.
  • Gemüse (eigentlich mit einem Gemüsemesser zu schneiden):
    Schneiden, säubern und putzen von Rosenkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Abziehen von Tomaten etc.
  • Kräuter (falls keine Kräuterwaage vorhanden ist):
    Säubern, putzen, klein schneiden von Zwiebeln und Knoblauch.
  • Wurst und Käse:
    Scheiben schneiden, Würfel schneiden, etc.
    Tipp bei Käse: Das Messer immer wieder vor dem nächsten Schnitt mit Wasser anfeuchten.
  • Fleisch:
    Speck schneiden, spicken von Fleisch (insbesondere von trockenem, wenig fetthaltigem Fleisch wie z. B. Wild), Zerteilen von kleineren Fleischstücken.
  • Fisch:
    Filetieren kleinerer Fische

Besonderheiten

Wie bereits beschrieben, kommt ein Spickmesser ob sachgemäß oder unsachgemäß verwendet, in einer Küche fast täglich zum Einsatz. Deshalb sollte an dieser Stelle überlegt werden, zu welcher Art von Messer man sich entscheidet. Denn grade das beliebte Spickmesser gibt es in so vielen verschiedenen Ausführungen, dass die Wahl bald zur Qual werden kann. Manche Profiköche schwören auf Messer mit einem fugenlos vernieteten Griff aus Kunststoff, da sie einfach hygienisch sind und manche Hobbyköche legen Wert auf eine gewisse Messer Ästhetik.
Ob helles, 500 Jahre altes Olivenholz, Zwetschgenholz oder gar geflämmtes Kastanienholz, ein gut sortiertes Fachgeschäft wird Sie mit seinem Sortiment überraschen. Seien Sie also vorbereitet.

Spickmesser Pflege, schärfen und schleifen

Wie alle Haushaltsmesser gehört auch ein Spickmesser nicht in die Spülmaschine. Spickmesser sollten nach der Benutzung sofort mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden und danach abgetrocknet werden. Ebenso wenig sollte das Messer auf ungeeigneten Schneideunterlagen wie zum Beispiel Glas oder Granit verwendet werden. Hier ist ein Holzbrett oder ein Kunststoffbrett als Schneideunterlage vorzuziehen.
Messer mit einem Holzgriff bedürfen erhöhter Aufmerksamkeit und sollten vor der Verwendung kurz angefeuchtet werden und nach der Benutzung sofort abgespült und abgetrocknet werden, damit der Holzgriff auf Dauer nicht aufquillt oder sich zusammenzieht und die Klinge wackelt.
Spickmesser ohne Welle lassen sich am einfachsten mit einem Schleifstein wieder schärfen, doch es gibt auch einen Hausfrauentrick.

Tipp: Nehmen Sie eine Porzellantasse zur Hand und drehen Sie sie um, sodass Sie die Unterseite der Tasse mit ihrem nicht glasierten Rand sehen. Dann führen Sie das Messer in einem 30 Grad Winkel ein paar Mal über diesen Rand hin und her (so als würden Sie mit einem Schleifstein arbeiten) und schon ist das Messer, auch ohne großartiges Zubehör, wieder scharf.

Detailtabelle

Name: Spickmesser
Auch bekannt als: Küchenpitter, Garniermesser, Schälmesser, Schneidteufelchen, Schnitzer, Pittermesser, Pitterchen, Hümmeken, Kneipchen oder Zöppken
Kategorie: Küchenmesser
Material: Chrom – Vanadium, Molybdän – Vanadium – Stahl, geschmiedeter Spezialklingenstahl und andere
Klingenlänge ca.: 8 cm bis 13 cm
Gewicht ca.: ab 64 Gramm
Einsatzgebiet: In erster Linie das „Spicken“ von Wild- und Lammfleisch
Besonderheiten / Tipps: Eine gut sortierte Küche sollte über ein Messer „mit“ und „ohne“ Welle verfügen
Preiskategorie: €€€€€
Produkte: Anzeigen